Welcher Facharzt ist der Richtige?

Antworten finden Sie hier.

 

Das Praxisnetz Hochtaunus e.V.

organisiert Haus- und Fachärzte

zur besseren Versorgung der Patienten.

Unsere Ärzte sorgen für

höchste Qualität bei der Versorgung.

Unsere Patienten profitieren auf ganzer Linie.

Herzlich Willkommen auf der Webseite des Praxisnetz Hochtaunus

Nachdem wir in der Zeit von 2009 bis 2013 insgesamt vier Praxisnetzmagazine aufgelegt haben möchten wir uns nun durch diese moderne Kommunikationsform präsentieren mit der wir auch deutlich aktueller sein können. Die Webseite enthält, neben den weiterhin aktuellen Beiträgen aus den Magazinen, bereits neue Fachartikel und wird zukünftig kontinuierlich aktualisiert.

Unsere Ziele sind:

  • Wir möchten die Kompetenz und Vielfalt der Ärztinnen und Ärzte im Praxisnetz darstellen
  • Wir möchten den Patienten im Hochtaunuskreis eine Orientierungshilfe bei medizinischen Fragen geben
  • Wir möchten uns als Ärztegruppe mit gemeinsamer Stimme als konstruktiv-kritischer Partner im regionalen Gesundheitswesen positionieren. Wir wollen aber auch Pro- und Kontra-Debatten zu verschiedenen Themen führen.
  • Das Ziel ist, durch Kooperation und Miteinander die Patientenversorgung weiter zu verbessern.
  • Auf der Webseite kündigen wir unsere Patientenschulungen und  Informationsveranstaltungen für Patienten an.
  • Wir möchten uns für die Gesundheitsvorsorge und Präventionsmedizin einsetzen und auf der Website die verschiedenen Anregungen dazu geben.

Aber, wir werden uns nicht an Rankings in irgendeiner Art beteiligen, da diese überwiegend unseriös sind.

Viel Spaß bei der Nutzung unserer Webseite

wünscht der Vorstand des Praxisnetz Hochtaunus.

Dr.med. Jörg Odewald
1.Vorsitzender

 

"Die Aufregung der Anfangsjahre ist vorbei"

Das Praxisnetz Hochtaunus wird bald 15 Jahre alt. Mit ihm sollen auch attraktivere Bedingungen für den Arztberuf geschaffen werden.

bie. HOCHTAUNUSKREIS. Für den Bad Homburger Kardiologen Jörg Wilhelm, mit 40 Jahren einer der jüngeren Ärzte im Praxisnetz Hochtaunus, geht es bei dem Zusammenschluss auch um ganz profane Dinge: "Wer sind eigentlich die Kollegen in der Nachbarschaft?", hat er sich gefragt, als er in der Kurstadt anfing. Jörg Odewald, Internist und Pneumologe in Steinbach, ist im September zum neuen Vorsitzenden der Vereinigung gewählt worden. Der 56 Jahre alte Mediziner ist froh, dass sich mit seinem Stellvertreter Wilhelm inzwischen die dritte Ärztegeneration für das Praxisnetz engagiert. 2014 ist es 15 Jahre her, dass diese Form der regionalen Kooperation gebildet wurde.

Zu Anfang gehörten 180 der 250 Ärzte im Hochtaunuskreis dem Praxisnetz an. Inzwischen sind es nur noch 90. "Die Zahl allein macht es nicht", sagt Odewald zu dieser Entwicklung. Der große Zuspruch am Anfang habe mit den besonderen Zeitumständen zu tun gehabt: Damals stand - wieder einmal - eine Strukturreform im Gesundheitswesen zur Diskussion. Krankenkassen schlossen Einzelverträge mit regionalen Gruppen von Ärzten, und auch mit den Kliniken waren solche Vereinbarungen im Gespräch. "Diese Phase ist Geschichte", sagt Odewald. Die Aufgeregtheit, die damals viele Ärzte verunsichert und das Interesse an einer eigenen Selbstverwaltung gefördert habe, sei vorbei.

Heute engagieren sich im Praxisnetz Hausärzte und niedergelassene Fachärzte verschiedener Disziplinen, die sich gegenseitig unterstützen wollen. Eine Aufgabe sieht Odewald darin, Strukturen zu schaffen, die für den Nachwuchs attraktiv seien. Dazu gehöre die Möglichkeit geregelter Arbeitszeiten, die sich am besten in Gemeinschaftspraxen verwirklichen lasse. "Der Landarzt, der an sechs Tagen der Woche 16 Stunden im Einsatz ist, kann kein Ziel mehr sein." Deshalb nennt der Steinbacher Arzt als Beispiel für die Zusammenarbeit im Praxisnetz die Hilfe bei der Suche nach einem Nachfolger, wenn ein Arzt seine Praxis aufgibt. Vor allem im Usinger Land bedeute das oft eine Herausforderung. In diesem Zusammenhang begrüßen Odewald und Wilhelm die bevorstehende Umstellung des Ärztlichen Bereitschaftsdiensts auf die einheitliche Rufnummer 11 61 17, unter der man eine Dispositionszentrale erreicht. So wird die Patientenversorgung außerhalb der Praxissprechzeiten organisiert. Sie gilt im Hochtaunuskreis vom Jahr 2015 an. Dies trage dazu bei, vor allem in ländlichen Gebieten den Arztberuf wieder reizvoller zu machen.

Über das Praxisnetz lassen sich nach Worten Odewalds Schulungen oder der gemeinsame Einkauf abwickeln: "Es geht um Erleichterung in der Alltagsarbeit." So plane man eine Internetseite mit Informationen für Patienten, auf der die Ärzte spezielle Kompetenzen darstellen könnten. Ein interner Bereich könne dem Austausch der Mediziner dienen. Diese Internetseite solle über das Praxisnetz betreut werden. Odewald hat sich die Verbesserung der Kommunikation zum Ziel gesetzt, wobei auch die Diskussion von "Brennpunktthemen" fortgeführt werden soll. Die Ärzte haben sich dabei in den vergangenen beiden Jahren mit Hilfe unabhängiger Experten mit der Heilmittelversorgung, also den Budgets für Massagen oder Krankengymnastik, und neuen Medikamenten zur Blutverdünnung auseinandergesetzt. Schließlich gehe es aber auch schlicht um den "freundschaftlichen Umgang" miteinander. Mit dem Wegfall der Praxisgebühr könnten die Patienten ohne Überweisung zu den Fachärzten gehen. Die im Praxisnetz organisierten Kollegen würden dennoch weiterhin dem Hausarzt den Untersuchungsbericht zukommen lassen, sagt der Vorsitzende.

Schon in früheren Jahren war die Zusammenarbeit mit den Hochtaunuskliniken ein oft kontrovers diskutiertes Thema. Während die Kliniken die mangelnde Bereitschaft niedergelassener Ärzte beklagten, den Patienten die örtlichen Krankenhäuser zu empfehlen, störten die niedergelassenen Ärzte sich am Auftreten mancher Chefärzte. Wilhelm sagt deshalb: "Wichtig ist eine Begegnung auf Augenhöhe." Die niedergelassenen Ärzte müssten sicher sein können, dass ihre Patienten wiederkämen und nicht in der ambulanten Behandlung am Krankenhaus verschwänden. Odewald verweist auf den breiten Generationswechsel, den die Kliniken vollzogen haben. So etwas wie ein runder Tisch fehle zwar vielleicht noch, doch einzelne Chefärzte stellten sich inzwischen den Fachkollegen vor. Gerade angesichts der kürzeren Verweildauer in den Krankenhäusern sei die Anschlussversorgung wichtig und eine gute Zusammenarbeit nötig.

Mit dem im Frühjahr bevorstehenden Umzug der Hochtaunuskliniken in die neuen Krankenhäuser in Bad Homburg und Usingen bekommt diese Frage zusätzliche Bedeutung. "Wir sind gespannt, wie es mit den neuen Kliniken weitergeht", sagt Odewald und nennt den kompletten Neubau eine richtige Entscheidung. Dem pflichtet Wilhelm bei: "Wir haben ein klares Interesse an einer wohnortnahen Versorgung." Schon jetzt habe es sinnvolle Änderungen gegeben, etwa die Schaffung einer zentralen Notaufnahme. "Dass wir in deren Ärztlichem Leiter Cornelius Gurlitt einen festen Ansprechpartner haben, ist sehr positiv", sagt Wilhelm.

F.A.Z., 28.12.2013, Rhein-Main • HOCHTAUNUS • MAIN-TAUNUS • WETTERAU (Rhein-Main-Zeitung)
Autor:  Biener, Bernhard (bie.)
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