Welcher Facharzt ist der Richtige?

Antworten finden Sie hier.

 

Das Praxisnetz Hochtaunus e.V.

organisiert Haus- und Fachärzte

zur besseren Versorgung der Patienten.

Unsere Ärzte sorgen für

höchste Qualität bei der Versorgung.

Unsere Patienten profitieren auf ganzer Linie.

FSME - Die Zeckenschutzimpfung

Mit dem Frühling kommen auch die ersten Zeckenbisse.
Die Zecke kann über Ihren Speichel verschiedene Krankheiten übertragen, zum einen die Borrelliose, zum zweiten die FSME-Infektion.
Sollte man sich mit Borrellien infizieren, ist eine Antibiotikatherapie sinnvoll.
Die FSME-Infektion ist allerdings eine Virusinfektion, hier kann man leider mit  Antibiotika nichts ausrichten.

FSME: Was merke ich davon?

Das FSME-Virus löst nicht immer Symptome aus. Die Meisten spüren gar nichts von der Infektion. Etwa dreißig Prozent der Infizierten leiden zunächst unter Beschwerden wie bei einer Erkältung.
Nach einer vorübergehenden Besserung bekommen sie einige Tage später Fieber, oft mit hohen Temperaturen. Hirnhäute und Gehirn können sich entzünden. Der Betroffene leidet dann unter starken Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder Lähmungen.
Bei der Mehrzahl der Patienten heilt die Krankheit glücklicherweise vollständig wieder aus. Aber, ist das zentrale Nervensystem betroffen, können Schäden zurückbleiben. Die Krankheit endet in durchschnittlich einem Prozent der Fälle sogar tödlich.

Vorbeugung: Die FSME-Impfung

Gegen FSME gibt es eine Impfung. Der Hausarzt kann dazu beraten.

Bewußt und Sicher mobil im Alter

Neue Kampagne macht auf die Notwendigkeit freiwilliger Gesundheitschecks aufmerksam

Aktion Schulterblick

Deutschland ist mobil: Das Auto ist und bleibt das beliebteste Verkehrsmittel. Waren im Jahr 2000 noch 38,4 Millionen Pkw zugelassen, sind es heute bereits über 43 Millionen1. Immer stärker wächst damit auch die Zahl derjenigen in der Generation 65 plus, die Auto fahren.

Wie bin ich bis ins hohe Alter sicher unterwegs? Was tun, um Leistungseinbußen zu erkennen, die altersbedingt auftreten können? Und wie kann ich meine Fahrfitness verbessern? Die Aktion Schulterblick des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) informiert hier rund um das Thema „Sichere Mobilität im Alter“. Nutzen Sie unsere Angebote (http://www.dvr.de/aktionen/aktion-schulterblick.htm):

 

Hier können Sie sich die Broschüre: "Fit und Auto-mobil" herunterladen.

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Hier können Sie sich den Flyer: "Tipps für Angehörige und Freunde" herunterladen.

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21. Netzkonferenz in Berlin

eine Übersicht von Jörg Wilhelm

Traditionell am letzen Januarwochende fand die 21. Netzkonferenz in Berlin statt. Vertreter der verschiedenen deutschen Ärztenetzwerke trafen sich wieder zum Informationsaustausch. Wie auch in den vergangenen Jahren führte Prof. Dr. Günter Neubauer vom Institut für Gesundheitsökonomik durch die Veranstaltung. Die Podiumsdiskussion war wieder geprägt von gesundheitspolitischen Themen. Michael Hennrich Mitglied des Bundestages und des Gesundheitsausschusses und Josef Hecken, ehemaliger Sozialminister des Saarlandes und heutiger Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses diskutierten mit Uwe Deh Vorstand des AOK-Bundesverbandes, Dr. Veit Wambach von der Agentur deutscher Arztnetze und Dr. Werner Baumgärtner Vorstandsvorsitzender von MEDI und MEDI GENO über den Stand der Entwicklung des Versorgungsstärkungsgesetzes und die Servicestellen, die GKV-Versicherten einen Facharzttermin in 4-Wochen-Frist ermöglichen sollen. Die geplante Regelung für den Einzug von spezialfachärztlichen Sitzen durch die KV in überversorgten Regionen wurde dabei ebenfalls besprochen. Aber auch auf präzise Nachfragen konnten oder wollten die politischen Vertreter nicht Stellung nehmen zur Definition der Überversorgung. Ob nun künftig spezialfachärztliche Sitzinhaber Ihren Versorgungsauftrag samt Praxis noch veräußern können wird demnach abzuwarten sein, wenn das Gesetz in Kraft getreten und erste Präzedenzfälle die Justiz beschäftigen.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Entwicklung von Ärztenetzwerken. In vielen Regionen Deutschlands stellen Netzwerke die Versorgung in ländlichen Regionen sicher indem sie Medizinstudenten Famulaturen in hausärztlichen Praxen vermitteln, mit Kliniken in der Ausbildung von Allgemeinmedizinern kooperieren und hausärztliche Tätigkeiten als Teilzeitbeschäftigungen ermöglichen indem kollegial geführte MVZ gegründet werden um Versorgungsaufträge zu splitten und damit z.B. Frauen nach der Elternzeit den Wiedereinstieg ins Berufsleben in Teilzeit zu ermöglichen. Später ist eine selbständige Sitzübernahme möglich. Weiterhin wurden alternative Möglichkeiten zur Förderung von Arztnetzen vorgestellt. Neben einer Förderung durch die Kassenärztlichen Vereinigung stehen auch Fördermittel der Länder und des Bundes, sowie in speziellen Fällen auch der EU zur Verfügung, wenn Netzwerke regionale Versorgungsaufträge übernehmen, die Behandlungssituation chronisch kranker verbessern oder niederschwellige Angebote für Personen entwickeln, denen die Gesundheitsversorgung z.B. aufgrund sprachlicher Barrieren verwehrt ist. Langfristig wird von vielen Netzwerken eine Parallelstruktur zur KV angestrebt um leistungsbezogene Vergütungen für ihre Mitglieder mit den Kostenträgern zu verhandeln und nicht mehr von nicht nachvollziehbaren Honorarstrukturen abhängig zu sein. Dieses Vorgehen wird auch von vielen gesetzlichen Krankenversicherungen unterstützt. Moritz Schönfelder von der AOK Nordost erläuterte die Kennzahlen-Systeme der GKV für die Förderung von Arztnetzen. Hierbei spielt neben dem prozentualen Anteil von Patienten bei Netzärzten auch der Anteil von Hospitalisation von Patienten aus Pflegeeinrichtungen und die leitliniengerechte Pharmakotherapie eine Rolle. Der Vertreter der Techniker Krankenkasse stellte in Modell vor in dem die Arzneimittelverordnungsdaten eines Patienten gesammelt und den behandelnden Ärzten digital zur Verfügung gestellt werden um Arzneimittelinteraktionen und Doppelverordnungen zu Vermeiden.

In der Zusammenschau bleibt festzuhalten, dass die Entwicklung von Arztnetzwerken bundesweit deutlich fortgeschritten ist und sich in vielen strukturschwachen oder bevölkerungsarmen Regionen zu einem  wichtigen, wenn nicht gar zum wichtigsten Pfeiler in der Gesundheitsversorgung entwickelt hat. Mit unserer Mitgliedschaft bei Hessenmed sind wir Teil der größten Allianz von Arztnetzen in unserem Bundesland geworden. Wenn wir bei Themen wie KV-Safenet, Kollektiv- und Selektivverträgen nicht von der Entwicklung abgehängt werden wollen, müssen wir uns in diesem Bereich auch engagieren.

 

Palliativmedizinische Versorgung

Palliativ und Hospiz: Zwei Begriffe und ihre Bedeutung

Der Wunsch vieler Menschen ist es, am Ende ihres Lebens im Kreis der Familie und zu Hause versorgt zu werden. Dieses Spannungsfeld zwischen pflegerischen, medizinischen und psychosozialen Anforderungen kann durch den Standard und die Qualität der heutigen Hospizbewegung und der palliativmedizinischen Versorgung in vielen Fällen gut gelöst werden.

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung, so ist dieser Bereich des menschlichen Lebens, das Lebensende, durch zwei Begriffe gekennzeichnet: Hospizbewegung und Palliativmedizin. Diese Begriffe wurden und werden auch heute noch vielfach synonym benutzt, können sich aber nicht gegenseitig ersetzen, da sie unterschiedliche Aufgaben und Zielsetzungen kennzeichnen. Was beide verbindet ist der Wunsch, die letzte Lebensphase eines kranken Menschen möglichst human zu begleiten. 

Hospiz

Der Begriff „Hospiz“ leitet sich ab von mittelalterlichen Herbergen, die entlang der Pilgerstraßen für Wanderer und vor allem Pilger errichtet wurden. Waren die Gäste erschöpft und krank oder konnten nicht mehr laufen, wurden sie hier nicht nur verköstigt sondern auch gepflegt. Aus dieser Idee heraus entstanden dann die ersten Hospitäler und Hospize. 

Heute versteht man unter dem Begriff "Hospiz" im übertragenen Sinne: Der umfassend Einsatz für ein menschenwürdiges Sterben, die liebevolle Begleitung auf der „letzten Reise“. Etwas vereinfacht und wertfrei bedeutet  „Hospiz“ auch  die Haltung und das Verhalten  gegenüber dem Sterbenden an sich.

Palliativmedizin

Der Begriff  „palliativ“ umschreibt dagegen die pflegerische und medizinische Versorgung  der unheilbar Kranken. Der Begriff „Palliativmedizin“ leitet sich vom lateinischen Wort "pallium", Umhang bzw. Mantel, ab. Der Palliativmediziner legt einen "schützender Mantel“ um seinen unheilbar kranken Patienten und lindert seine Beschwerden. Palliativmedizin ist  "lindernde Medizin". 
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Palliativmedizin folgendermaßen:
"Palliativmedizin dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Dies geschieht durch Vorbeugung und Linderung von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen psychischer, psychosozialer und spiritueller Natur" (gekürzt). 

Ein Grundgedanke verbindet beide Bereiche:  Im Mittelpunkt steht der Kranke mit seinen körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen. Seine Begleitung erfolgt unabhängig von Herkunft, religiöser Überzeugung und sozialer Stellung. 

Im Folgenden finden Sie eine Aufstellung aller in der hospizlichen und palliativmedizinischen Versorgung Beteiligten (einschließlich Aufgabenbeschreibung), die im Netzwerk arbeiten und nach Bedarf eingesetzt werden:

a.Hausarzt

  • ärztliche Versorgung bzgl. therapeutischer, diagnostischer und pflegerischer Maßnahmen  
  • arbeitet mit Pflegedienst, Hospizverein und Palliativmedizinern zusammen

 

b.Pflegedienst

  • alle Maßnahmen der Grundpflege
  • spezielle palliativmedizinische Maßnahmen, z.B. parenterale Ernährung, Schmerztherapie mittels Injektionen oder Pumpe, hier  ggfs. Ergänzung durch palliativmedizinisch ausgebildete Pflegekräfte

 

c.Hospizverein

  • Begleitung des  Patienten  und seiner Angehörigen außerhalb von Pflege und ärztlicher  Versorgung , durch hauptamtliche Palliativ Care-Kräfte. Deren Arbeit besteht in:
  • Herstellung und Aufrechterhaltung des Kontaktes mit dem Patienten zur Anregung, Koordination und ggfs. Planung notwendiger Versorgungsmaßnahmen im Rahmen einer palliativmedizinischen Betreuung 
  • Ausbildung, Betreuung, Anleitung und Einsatz-Planung der ehrenamtlichen HospizhelferInnen

 

d.Seelsorger

  • begleitet auf Wunsch des Patienten seelsorgerisch 

 

e.Palliativmediziner

  • unterstützt den Hausarzt  in speziellen Fragen der palliativmedizinischen  Versorgung
  • wird in der palliativmedizinischen Versorgung eigenständig tätig,  im Rahmen der allg. ambulanten Palliativversorgung (AAPV) oder der speziellen ambulanten Palliativversorgung (SAPV)

 

f.SAPV

  • Behandlungspflege zur Symptomlinderung, in Ergänzung zur Grundpflege und Versorgung zu  Hause, durch Palliativmediziner  und spezialisierten Pflegekräfte 
  • 24-Stunden Bereitschaft
  • Erhaltung/Förderung/Verbesserung  der Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung oder in einer stationären Pflegeeinrichtung ermöglichen

 

g.Palliativstation

  • Soll für Kranke, die in einem kritischen, sich sehr schnell verändernden Krankheitszustand sind, die Möglichkeit einer palliativen Komplexbehandlung bieten:
    • Kontrolle der Krankheitssymptome,
    • Erstellung eines individuellen Behandlungsplanes,
    • ständige Anwesenheit eines Palliativmediziners,
    • speziell qualifiziertes Pflegepersonal. 

 

h.Stationäres Hospiz

  • Begleitung des Kranken und seiner Angehörigen durch spezialisierte
    Pflegekräfte, unterstützt durch Hausarzt und Palliativmediziner
  • Erhaltung/Förderung/Verbesserung  der Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen durch supportive Massnahmen wie Schmerztherapie/Lagerungstechniken/ Aromatherapie/Psychotherapie (sollte man ergänzen) u.ä., um  ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod  zu ermöglichen
  • bietet eine ruhige und wohnliche Atmosphäre
  • setzt  ehrenamtliche BegleiterInnen unterstützend ein
  • bietet Trauerbegleitung
  • Grundsatz:  Bei pflegerischen und medizinischen Maßnahmen steht der Wille des Kranken an erster Stelle

 

 

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